Freitag, 11. September 2009

Damaszenerstahl

Zwei Stähle mit unterschiedlichem Kohlenstoffgehalt werden miteinander verschmiedet und dabei immer wieder gefaltet, ähnlich wie ein Blätterkuchenteig. Was entsteht ist ein Stahl, der in poliertem oder geätztem Zustand eine klare Struktur aus mehreren sich abwechselnden Lagen unterschiedlichen Ausgangsmaterials erkennen lässt. Nach traditionellem Verständnis werden dadurch die Vorteile unterschiedlicher Stähle kombiniert, das heißt der Werkstoff ist gleichsam flexibel und schnitthaltig.

Gunther Löbach schmiedet nun Messer hieraus, die sich auf das Nötigste beschränken. Auf den ersten Blick scheint es, als würde das Griffstück fehlen, aber wenn man seine Messer in die Hand nimmt, stellt man überrascht fest, dass sie gut in der Hand liegen und ihnen an nichts mangelt. Über ihre Funktionstüchtigkeit hinaus sind sie auch einfach wunderschöne Zeugnisse einer ganz alten Handwerkskunst.

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